Verantwortung des Errichters und des Betreibers einer Photovoltaik-Anlage

Monteur an einer Photovoltaikanlage

Arbeitsgemeinschaft Photovoltaik:

"Die Gesamtverantwortung über die elektrische Sicherheit hat der Inbetriebnehmer."

Der Fachbetrieb, der eine PV-Anlage installiert, ist gesetzlich dazu verpflichtet, diese fehlerfrei zu übergeben. Nach Niederspannungsanschlussverordnung NAV darf der in das Installateurverzeichnis des Energieversorgers eingetragene Elektrotechniker nur geprüfte und ordnungsgemäße Anlagen an das öffentliche Energienetz anschließen.

Die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage stellt häufig einen umfangreichen Eingriff in die elektrotechnische Infrastruktur eines Gebäudes dar. Das spiegelt sich in der Vielzahl der einzuhaltenden Normen und Vorschriften wieder. Für deren ordnungsgemäße Erfüllung haftet der Errichter der Anlage über 30 Jahre, hinzu kommen Forderungen der Versicherer.

Verantwortung des Errichters

Je nach Anlagentyp sind folgende Normen zu beachten:

Blitzschutz

  • ÖVE/ÖNORM EN 62305-1 bis -4
  • ÖVE/ÖNORM EN 62305-3 Bbl. 2

Überspannungsschutz

  • ÖVE Richtlinie R 6-2-1 und R 6-2-2

Errichtung von Niederspannungsanlagen

  • ÖVE/ÖNORM E 8001 Reihe

Anforderungen für Solar-PV-Stromversorgungs-Systeme

  • ÖVE/ÖNORM E 8001-4-712

Baulicher Brandschutz

  • ÖVE-Richtlinie R 11-1
  • TRVB 110
  • DIN 4102

Verantwortung des Betreibers

Durch die Einspeisung der gewonnenen Energie unterliegt nahezu jede PV-Anlage den Anforderungen einer gewerblichen Nutzung. Für den Anlagenbetreiber entsteht daraus die Verpflichtung, die Anlage fachgerecht warten, kontrollieren und instandhalten zu lassen. Diese regelmäßigen Wiederholungsprüfungen des elektrischen Anlagenteils darf nur durch eine Elektrofachkraft erfolgen.