Metall: Korrosion und Korrosionsschutz

Viele VBS-Artikel sind aus Metall gefertigt. Metalle sind im Vergleich zu vielen anderen Werkstoffen äußerst robust, und Metallartikel sind gegenüber mechanischen Kräften unempfindlicher.

 

Korrosion

(lat. corrodere, „zersetzen, zerfressen, zernagen“)
ist aus technischer Sicht die Reaktion eines meist metallischen Werkstoffs mit seiner Umgebung, die eine messbare Veränderung des Werkstoffs bewirkt und zu einer Beeinträchtigung der Funktion eines Bauteils oder Systems führen kann.

Korrosionsschutz

Als Korrosionsschutz bezeichnet man Maßnahmen zur Vermeidung von Schäden, die durch Korrosion an metallischen Bauteilen hervorgerufen werden können. Da eine absolute Korrosionsbeständigkeit nicht erreicht werden kann, zielen die ergriffenen Schutzmaßnahmen im Allgemeinen darauf, die Geschwindigkeit des korrosiven Angriffs so weit zu verringern, dass eine Schädigung des Bauteils während seiner Lebensdauer vermieden werden kann. 

Passiver Korrosionsschutz umfasst alle Maßnahmen, welche eine gegen korrosive Medien abschirmende Wirkung erzielen. Dies erreicht man u. a. durch einen geeigneten Überzug. So werden bei OBO die meisten Stahlprodukte mit einer Zinkschicht gegen Korrosion geschützt. Diese Zinkschicht kann anhand verschiedener Verfahren auf das Bauteil aufgebracht werden.

Verzinkungsarten

Galvanische Verzinkung

Bei der galvanischen bzw. elektrolytischen Verzinkung werden Werkstücke nicht in eine Zinkschmelze, sondern in einen Zinkelektrolyten eingetaucht, wobei das Aufbringen des Zinküberzugs mittels Gleichstroms erreicht wird.

Zeichnung galvanische Verzinkung

Feuerverzinkung

Beim Feuerverzinken wird der Stahl durch Eintauchen in eine Schmelze aus flüssigem Zink, deren Temperatur bei ca. 450 °C liegt, überzogen.

Zeichnung kontinuierliche Verzinkung

Beim kontinuierlichen Feuerverzinken, auch Bandverzinken oder Sendzimir-Verzinken genannt, wird Stahlblech in einem Endlos-Verfahren verzinkt.

Zeichnung Stückverzinkung

Beim Stückverzinken werden zumeist vorgefertigte Stahlteile verzinkt.

Anwendungsorte

Ob im Innen- oder Außenbereich, in aggressiven Atmosphären oder unter besonderen hygienischen Bedingungen: Je nach Anforderung bietet OBO die optimale Oberflächen- und Materialausführung für Ihre Installation. 

OBO-Produkte werden aus hochwertigem Stahlblech bzw. Stahldraht gefertigt und sind in verschiedenen Oberflächenausführungen lieferbar. Unterschiedliche Vergütungs- bzw. Beschichtungsverfahren sorgen für maßgeschneiderten Korrosionsschutz, abgestimmt auf den jeweiligen Einsatzzweck: 

Kontaktkorrosion

Die Kontaktkorrosion zwischen zwei unterschiedlichen Metallen stellt eine beträchtliche Gefahr für die Belastbarkeit und Haltbarkeit der verwendeten Bauteile dar.

Die Stärke der Kontaktkorrosion wird in großem Maße durch die Höhe des Potentialunterschiedes zwischen den Kontaktpartnern bestimmt. Ab einem Potentialunterschied von 100 mV tritt Kontaktkorrosion auf und der anodische (elektronegativere) Partner ist korrosionsgefährdet. Daher sollten stark unedle Metalle nie in Kontakt mit edlen Metallen gebracht werden.

Weitere Kriterien der Kontaktkorrosion:

  • Höhe des elektrischen Widerstands zwischen den Kontaktpartnern. Je höher der Widerstand, desto geringer die Kontaktkorrosion. Positiv bei Al und Ti.
  • Auftreten eines Elektrolyten. Ein Elektrolyt, wie z. B. Schwitzwasser oder Kondensat, greift die Schutzschichten an und erhöht die Leitfähigkeit. Schmutz verstärkt diese Wirkung durch gelöste Ionen.
  • Dauer der Einwirkung des Elektrolyten. Je länger der Elektrolyt wirken kann, desto stärker die Korrosion.
  • Die Flächenverhältnisse der Kontaktpartner beeinflussen die Stromdichte. Günstig ist ein kleines Flächenverhältnis des „edleren“ zum „unedleren“ Kontaktpartner.

Landschaft

Kontaktkorrosion Landklima

Industrieatmosphäre

Kontaktkorrosion Industrieatmosphäre

Meeresklima

Kontaktkorrosion Meeresklima Tabelle