Svenska Kullagerfabriken Schweinfurt

Kabelrinnen von OBO Bettermann sorgen dafür, dass der Solarstrom auf bestem Wege in und durch das Gebäude der SKF GmbH in Schweinfurt fließen kann

In Deutschland sind Photovoltaikanlagen auf dem Vormarsch. Die immer weiter ausgereifte Technik macht es möglich, dass auch in unseren eher sonnenarmen Breiten große Mengen von Solarstrom erzeugt werden können.

Ein Großprojekt der ganz besonderen Art weihte die SKF GmbH im November in Schweinfurt ein. Auf dem Dach des Logistikzentrums des Unternehmens entstand eine Photovoltaikanlage der Extraklasse. Die 18.000 Quadratmeter große Fläche ist bedeckt mit 3.888 hagelfesten Solarmodulen. Mit einer Spitzenleistung von 0,68 Megawatt wandeln sie das Sonnenlicht in Energie um. Auf diese Weise will SKF zukünftig 700.000 Kilowattstunden Solarstrom pro Jahr in das öffentliche Netz einspeisen. Mit der Leistung der Anlage wird der gesamte Bedarf der darunter liegenden Halle abgedeckt – oder der Verbrauch von 450 Ein-Personen-Haushalten. Auch das Brauchwasser in den Sozialräumen wird von der Anlage auf dem Dach erwärmt. Damit die Kabel, die den Strom der Anlage zum Wechselrichter und weiter in das öffentliche Stromnetz leiten, vom Dach unbeschadet und auf schnellstem Wege ans Ziel kommen, haben sich die Planer der Anlage für die Kabeltragsysteme von OBO BETTERMANN entschieden. Die sinnvollen Systembauteile überzeugten die Projektleiter. Rund ein Kilometer der Lochblechrinnen vom Typ SKS wurde in der Anlage verbaut. Die Rinnen setzen direkt auf der Rückseite der Solarmodule an und tragen die Kabel von dort bis ins Innere des Gebäudes. Die unterschiedlichen Oberflächenausführungen und Materialien der Kabelrinnen sorgen für einen sicheren Korrosionsschutz. Zusätzlich sind die Kabel mit Reihen- und Bügelschellen von OBO befestigt. So können Wind und Wetter den Kabeln nichts anhaben. Auch bei Gewittern ist die Anlage geschützt. Unter anderem mit den Potentialausgleichs-Systemen von OBO, die die Überspannungsleiter erden.

Neben den SKS Kabelrinnen sind in der Photovoltaikanlage 400 Meter des Weitspannsystems WKSG von OBO verbaut. Die KabelrinnenKabelleitern und Verbindungsteile können große Spannweiten überbrücken und dabei hohe Kabellasten führen. „Damit eignen sie sich hervorragend für ein Projekt wie das bei der SKF. Sie können das Gewicht der zahlreichen Kabel, die bei der Vernetzung von fast 4.000 Solarmodulen zusammenkommen, aufnehmen und auch über schwierige Strecken leiten“, sagt Thomas Bitter, der das Projekt für OBO betreut hat. Mit der Beteiligung an dem Bau der zukunftsweisenden Anlage, trägt OBO auch einen entscheidenden Schritt zur Verbesserung des Klimas bei. Denn die riesige Photovoltaikanlage auf dem Dach des SKF Logistikzentrums vermeidet etwa 365 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid, die bei der Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen entstehen würden. Das Treibhausgas Kohlendioxid gilt als eine der wichtigsten Ursachen für den Klimawandel. Die SKF GmbH steht mit ihrem Angebotsportfolio für die Windenergie selbst für eine saubere Energiegewinnung. Auch wenn es 12 bis 13 Jahre dauert, bis sich die Investitionen in die Anlage rechnen werden, stand die Nachhaltigkeit eines solchen Projektes für SKF Konzernchef Tom Johnstone im Vordergrund. „Mit der Photovoltaikanlage in Schweinfurt dokumentieren wir eindrucksvoll unser Engagement für die Umwelt und den Erhalt unseres Planeten.“